Welcher Grill passt zu mir?

Grill ist nicht gleich Grill! Je nach dem wie oft und Passioniert ihr Fleisch, Fisch, Gemüse und Co auf einem solchen Gerät zubereitet, passt der eine eventuell mehr zu euch als der andere. Hier erläutere ich euch die unterschiede um euch bei dieser wichtigen entscheiden etwas helfen zu können. Beginnen wir mit dem Klassiker

 

 

Der Kugelgrill

Mit einem Kugelgrill ist indirektes Grillen und schonendes Garen möglich. Kugelgrill ähnelt – wie es bereits der Name erahnen lässt handelt es sich hierbei um eine geschlossene Kugel. Die obere Hälfte dient dabei als Deckel, die untere beherbergt die Kohlen als auch den Grillrost. Die Kohle befinden sich wiederum in einer Schale, dieser wird von unten Luft zugeführt. Durch die Lage der Kohle (meist 1/3 im hinteren Bereich) kann indirekt gegrillt werden. Das Fleisch wird so durch die es ummantelnde Wärme schonend gegart, eine in der Mittel befestigte Schale fängt das tropfende Fett auf.

Der Kugelgrill ist in meinen Augen am vielseitigen da er sich, mit heute massig verfügbaren Equipment, in wenigen Handgriffen zu einem Pizzaofen, einer Rotisserie oder einem Feuerring umbauen lässt.

 

Gasgrill

Für den Gasgrill wird keine Kohle benötigt, die Hitze zum Grillen kommt Durch das entzünden von Propan- oder Butangas zustande. Unter dem Grillrost sind mehrere Brenner verteilt, was unterschiedliche Temperaturzonen beim Grillen ermöglicht – diese können unabhängig voneinander geregelt werden. Im Vergleich zum Holzkohlengrill entsteht fast kein Rauch und auch die Reinigung gestaltet sich wesentlich einfacher. Ein weiterer Vorteil: Die Hitze ist fast sofort da und kann auch ebenso schnell wieder abgestellt werden. Um Hitze zu erzeugen, muss natürlich immer genügend Gas vorrätig sein. Wer häufig grillt, sollte also vorsichtshalber Reserve-Gas bereitstellen.

 

Smoker

Der Smoker räuchert das Grillgut in seiner großen Trommel. Die Feuerbox befindet sich außen, unterhalb der Rauchkammer –  der heiße Rauch strömt hinein und tritt auf der gegenüberliegenden Seite wieder aus. Das Fleisch etc. wird bei 100 bis 130 Grad Celsius schonend gegart. Dieser Grill eignet sich auch für die Zubereitung größerer Köstlichkeiten wie zum Beispiel einem Spanferkel. Der Smoker benötigt ca. eine Stunde zum anheizen und justieren der Temperatur. Als Heiz,- & Rauchbasis wird meist trockenes Obstholz verwendet.

 

 

 

Kamado

Der Kamado ist ein eiförmiger Grill aus hitzebeständiger Keramik, der auf der Unterseite mit Füßen stabil auf der Erde steht. Ein passender Deckel sorgt dafür, dass der Kamado dicht geschlossen werden kann, so dass keine Hitze, kein Dampf und auch kein Aroma entweichen kann. Im Inneren des Kamado befindet sich unten eine Schale aus Keramik oder Edelstahl, in der die Holzkohle oder das Holz zur Befeuerung entzündet wird. Darüber befindet sich ein oder mehrere Roste, auf die das Grillgut gelegt wird. An der Unterseite und oben im Deckel befinden sich Lüftungsschlitze oder -klappen, mit denen die Temperatur im Kamado sehr exakt bestimmt werden kann.

 

 

 

Oberhitzegrill

Meist wird der Oberhitzegrill mit Gas Betrieben, Kohle,- und Elektrobetriebene Varianten gibt es aber ebenso. Auf diesem Grill wird mit eine Temperatur von ca 800 Grad Celsius von oben auf das Grillgut eingewirkt. Meist landet Rindfleisch darin da durch die knackige Hitze eine schöne Kruste entsteht, trotzdem bleibt das innere je nach Garzeit Medium bis Rare. fettige Fleischstücke eignen sich hierfür am meisten. das grösste Manko jedoch ist die meist kleine Grillfläche die oft mit zwei mittelgrossen Steaks ausgefüllt wird

 

 

 

Schwenkgrill

Wenn der Grillrost an einem Galgen oder Dreibein befestigt ist, hat man es mit einem Schwenkgrill zu tun. An sich ähnelt er von der Grillart dem normalen Holzkohlegrill. Für Leute, die gerne und oft größer angelegten Grillpartys im heimischen Garten feiern, ist dies der perfekte Grill: Mit einem Durchmesser von bis zu einem Meter bietet der Rost des Schwenkgrills ausreichend Platz für allerlei Köstlichkeiten. Der Rost baumelt über der Feuerschale an Ketten. Er kann tiefer ans Feuer oder höher gezogen werden, um die Temperatur zu regulieren. Durch die offene Feuerstelle unter dem Rost, ist diese Grillstelle allerdings sehr anfällig für Wind – es besteht die Gefahr für Funkenflug. Auch die Reinigung des Rostes und das Aufräumen der Feuerstelle kann viel Arbeit machen. Die Einzelteile können dafür aber einfach verstaut und auch transportiert werden.

 

 

Mangal Grill

Der Mangal Grill ist ein Holzkohlegrill zur klassischen Zubereitung von russischem Schaschlik, Kebabs, Köfte und Adana. Dieser Grill ist nur zu einem Zweck konzipiert wurde – das Garen von Fleisch über Holzkohle mittels eines oder mehrer Spieße die meist über einen Drill am ende Stufenlos gedreht werden können. im besten Fall wartet man so lange, bis sich eine dicke, weiße Ascheschicht die sich auf der etwas dickeren Kohle Bilder. So bekommt man die perfekte Hitzeverteilung die das Gargut gleichmäßig durchbrät ohne zu viel Röststoffe am Rand zu bilden.

 

 

Bildergebnis für gemauerter kamingrillDer gemauerte Grillkamin

Der gemauerte Grillkamin eignet sich zuvörderst für Hausbesitzer, die nach einer dauerhaften Variante suchen. Einfach beschrieben handelt es sich dabei um einen stabilen Außenkamin mit Abzug und einem simplem Rost. Optisch macht dieser Grill viel her, zudem strahlt er Gemütlichkeit aus und steigert damit den Wohlfühlfaktor im heimischen Garten, kann er auch als wärmende Feuerstelle in kälteren Stunden genutzt werden. Durch zahlreiche Ablageflächen und meist auch Stauräume ist immer genügend Platz für Werkzeug und Zubehör. Da er fest verbaut ist, besticht der Grillkamin allerdings nicht durch Mobilität. Er muss an Ort und Stelle stehen bleiben.

 

 

Bildergebnis für kaminzuggrill

Der Kaminzuggrill

Kennzeichnend für diesen Grill ist das spezielle Standbein, das der Feuerschale kontinuierlich frische Luft zuführt, wodurch die Kohle schneller und heißer glüht – diese Funktion ist an die Arbeitsweise von Kaminen angelehnt. Sah man den eigenen Papa früher mit Zeitung wedeln oder gar Föhn hantieren, reguliert hier eine Lüftungsklappe am Bein die Menge an Luft, die durch das Standbein nach oben transportiert wird: Die aufsteigende Hitze der angezündeten Kohlen saugt die sauerstoffreiche Luft nach oben. Für den Holzkohle-Liebhaber, der Wert auf die optimale Kohlentemperatur von etwa 200 Grad legt, ist dies der geeignete Grill.

 

Feuerplatte

Eine leicht in sich gebogene Stahl,- oder Gussplatte auf drei Beinen die einfach über offenes Feuer gestellt wird. Die in sich gebogene Form lässt austretendes Bratfett in die Mitt laufen was Stichflammen und Fettbrände vermeidet. Eine Feuerpfanne ist je nach Hersteller in verschiedenen Größen erhältlich. Optimal für smashed Burger, Gemüse und sogar gebratenen Reis da sich keine Löcher oder Schlitze im Material befinden. Die Platte selbst habe ich bereits auf über 500 Grad Celsius aufgeheizt was einem Teppanyaki gleich kommt.

 

Bildergebnis für tankstellen grillDer einfache Rundgrill von der Tanke

Eine einfache Feuerschale auf drei wackligen Beinen mit minimalen Windschutz – so präsentiert sich der simple wie schlichte Rundgrill. Es handelt sich hier um Holzkohlengrills. In Deutschland gehört er sicherlich zu den meist Verbreiteten Grills, seine Grillfläche ist eher begrenzt. Das Blech rostet meist nach der ersten Benutzung. Aus haltbarem Edelstahl gefertigte Rundgrille gibt es ebenso aber dafür müsst ihr schon mal mehr Geld auf den Tisch legen. Grillst du nur gelegentlich dürfte dieser Grill deinen Ansprüchen genügen.